Was ist Biometrie?

 / Dez 11, 2019

Biometrics in a nutshell - TBS Biometrics

Es gibt über 7,7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten und jeder einzelne von uns ist einzigartig. Selbst eineiige Zwillinge sind nicht vollkommen identisch. Für das menschliche Auge mögen sie gleich aussehen, aber viele körperliche Eigenschaften des einen Zwillings weisen keinerlei Ähnlichkeit mit denjenigen des anderen auf.

Das Wort «biometrisch» besteht aus zwei Teilen: «Bio» leitet sich vom griechischen Wort für «Leben» ab und «metrisch» bezieht sich auf eine Längeneinheit. Wörtlich bedeutet «biometrisch» also die «Vermessung von Körperteilen».

Bis 2025, so schätzt man, wird der biometrische Markt fast die 60-Milliarden-Dollar-Grenze knacken und gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Branchen der Welt. Die Hersteller lancieren regelmässig neue Geräte, um die einzigartigen biometrischen Merkmale von Menschen zu erfassen und auszuwerten. Zu den bekanntesten Anwendungen gehört wohl die Erfassung des Fingerabdrucks. Aber auch die Iris, das Gesicht, die Stimme, die Venen oder die Hände eignen sich für die eindeutige biometrische Identifizierung.

Eine hochpräzise Analyse

Aber wie funktioniert die biometrische Erkennung genau? Zuerst muss jede Person, die später erkannt werden soll, einzeln ins biometrische System aufgenommen werden. Im Falle des Fingerabdrucks wird ein Abbild der Fingerkuppe erstellt. Die Aufnahme wird jedoch nicht gespeichert, sondern analysiert: Dabei lassen sich die Stellen, an denen sich die einzelnen Fingerabdruckkämme teilen oder enden, als Datenpunkte identifizieren. Die Lage dieser Punkte untereinander wird erfasst und exakt vermessen. Diese Messergebnisse werden in Binärdaten umgewandelt und bilden die so genannte biometrische Vorlage.

Diese wird schliesslich verschlüsselt und in einer Datenbank gespeichert.

Biometrics in a nutshell - TBS Biometrics

Wird eine Person daraufhin identifiziert, ist der Prozess weitgehend gleich: Ein Bild wird analysiert, und mit einem Algorithmus entsteht eine biometrische Vorlage. Diese Vorlage lässt sich dann mit den anderen Vorlagen in der Datenbank vergleichen, um festzustellen, ob eine Übereinstimmung vorliegt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Fingerabdruckbild aufzunehmen. Je besser die Fingerabdruckerfassung, desto zuverlässiger die biometrische Vorlage und desto genauer identifiziert das System Personen aus einer Datenbank. Herkömmliche Fingerabdruckleser verwenden optische oder kapazitive Sensoren, bei denen eine Person ihren Finger auf einen flachen Sensor legt. Nur derjenige Teil des Fingers wird analysiert, der den Sensor direkt berührt.

Das preisgekrönte TBS 3D Terminal erfasst den gesamten Fingerabdruck von einer Seite des Nagels zur anderen. Eine so erstellte biometrische Vorlage enthält durchschnittlich drei- bis viermal mehr Informationen bzw. Datenpunkte. Kein Wunder, identifizieren unsere Biometrie-Geräte Personen mit einer beispiellosen Genauigkeit – auch bei grossen Datenbanken.

Iris, Hand, Venen, Gesicht, Sprache - weitere Formen der biometrischen Erkennung

Alle anderen Formen der biometrischen Erkennung funktionieren ähnlich: Sie analysieren eine Probe oder ein Bild und identifizieren Attribute, die diese Person unverwechselbar machen. Die Iriserkennung ist quasi die Königsdisziplin der biometrischen Erkennung: Es ist möglich, die gesamte Weltbevölkerung in eine Datenbank aufzunehmen und eine Einzelperson aus der gesamten Datenbank eindeutig zu identifizieren. Selbst eineiige Zwillinge haben ein völlig eigenes Irismuster. Innovative Lösungen wie TBS 2D Eye erlauben eine benutzerfreundliche und kostengünstige Iriserkennung.

Die Hand- oder Handflächenerkennung, eine ältere Form der Erkennung, erkennt Personen aufgrund ihres Handabdruck-Musters und kommt in der Regel bei relativ geringen Datenbankgrössen zum Einsatz. Die Geräte sind meist gross und momentan findet auf diesem Gebiet wenig Innovation statt.

Die Venenerkennung macht sich zunutze, dass unsere Venen zeitlebens unverändert bleiben. Diese biometrische Identifizierungsmethode lässt das Venenmuster durch Lichtwellenlängen, die in die Haut eindringen, sichtbar werden.

Bei der Gesichtserkennung ergeben Merkmale wie der Abstand zwischen den Augen, die Ohrspitzen oder der Nasenbereich ein einzigartiges Muster. Hier gibt es zwei Arten der biometrischen Erkennung: 2D und 3D. Die 2D-Erkennung ist in der Regel einfach manipulierbar, ist günstig und kommt bei Anwendungen mit geringem Sicherheitsanspruch wie beispielsweise der Zeiterfassung zum Einsatz. Die 3D-Gesichtserkennung ist teurer und nutzt die Tiefe des Gesichts für eine robustere biometrische Vorlage. Sie ist daher bei grossen Datenbanken sinnvoll.

Die Spracherkennung digitalisiert ein Stimmprofil, analysiert Segmente auf dominante Frequenzen und Töne und erstellt eine Sprachvorlage. Dies ist eine weniger genaue Form der Identifizierung und wird normalerweise in einem so genannten 1:1-Vergleich verwendet. Dabei dient die Biometrie lediglich der Überprüfung der Identität, anstatt die Person aus einer Datenbank zu identifizieren.

Welche biometrische Methode ist nun die beste?

Es ist unmöglich, ein Gerät oder eine bestimmte Erkennungsmethode als das oder die beste zu bezeichnen. Denn es gibt für jede Anwendung ein ideales biometrisches System. Dabei stellen sich zahlreiche Fragen: Wie viele Personen nutzen das System? In welcher Umgebung wird es installiert? Welches Mass an Sicherheit wünschen Sie? Muss es kontaktlos sein? An wie vielen Standorten wird es installiert?

Wir von TBS setzen uns zum Ziel, mit unserem breiten Produktportfolio für jede Anwendung die passende biometrische Lösung zu liefern.

Biometrie in Zukunft

Der biometrische Markt ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt. Jedes Jahr werden Millionen von Dollar in die Forschung und Entwicklung investiert. Dabei spielen Sicherheit und Datenschutz eine Hauptrolle.

Wird die Gesichtserkennung für bestimmte Anwendungen bald der Vergangenheit angehören, da biometrische Vorlagen ohne Zustimmung des Benutzers erstellt werden können? Wird die Iriserkennung zum Standard für die biometrische Erkennung, da immer mehr Smartphone-Hersteller diese verwenden? Was auch immer die Zukunft bringen mag –  bei TBS werden wir Ihnen die für Sie optimale Technologie bieten.

Hier sind einige unserer aktuellen Lösungen, die weltweit bereits tausendfach im Einsatz sind:

Unsere Lösungen

Ihre Vorteile

TBS 3D Terminal

Kontaktloser Fingerabdruckleser, der mit umfassenden Datenbanken umgehen kann

TBS 2D+ HD

Multispektral-Fingerabdruckleser – überzeugt selbst unter extremen Bedingungen

TBS 2D Terminal

Optischer Fingerabdruckleser mit Touchscreen – kosteneffizient und intuitiv zu bedienen

TBS 2D Portable

Mobile Identifikation und Registrierung – unabhängig von Standort und Infrastruktur

TBS 2D Eye

Iriserkennung für den Innenbereich – kontaktlos, hygienisch und verlässlich

TBS 3D Tailgate

Doppelzutrittsschutz – verlässlich auch bei ändernden Lichtbedingungen und einfach integrierbar in das TBS-Ecosystem

 

Think Biometrics – Think TBS!